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Abklärung

Bei Unsicherheiten bezüglich der Sprachentwicklung können Kinder von ihren Eltern, KinderärztInnen oder anderen Fachpersonen zu einer logopädischen Abklärung angemeldet werden. 

In der Abklärung wird der aktuelle Sprach- und Gesamtentwicklungsstand des Kindes erfasst und beurteilt. Dies geschieht bei Vorschulkindern in einer gemeinsamen Spielsituation. Dabei stehen die Sprache (Sprachverständnis, Wortschatz, Satzbau und Aussprache) und die kommunikativen Fähigkeiten des Kindes im Zentrum. Zusätzlich werden wichtige Beobachtungen zu Wahrnehmung und Motorik gemacht. Bei älteren Kindern werden zudem standardisierte Testverfahren beigezogen. Im Schulalter geht es häufig auch um die Abklärung der schriftsprachlichen und mathematischen Fähigkeiten. 

In einem gemeinsamen Gespräch mit den Eltern werden die gewonnenen Eindrücke besprochen. Beim Entscheid über das weitere Vorgehen spielen auch der Leidensdruck des Kindes und der Familie sowie die Auswirkungen der sprachlichen Auffälligkeiten im Alltag eine wichtige Rolle. Je nach Situation ist eine Therapie, eine Beratung, eine spätere Kontrolle oder auch keine Massnahme angezeigt.

 

Therapie

Eine logopädische Therapie unterstützt das Kind im Erwerb neuer Kompetenzen aber auch im Umgang mit seinen sprachlichen Schwierigkeiten. Der regelmässige Austausch mit den Eltern und die enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachpersonen sind uns wichtig. 

Die logopädische Therapie gestaltet sich je nach Alter, Entwicklungsstand und Art der sprachlichen Auffälligkeiten unterschiedlich. Mit Vorschulkindern arbeiten wir häufig im Spiel nach dem Ansatz der entwicklungspsychologischen Sprachtherapie von Barbara Zollinger. Bei älteren Kindern kommen zunehmend auch enger strukturierte Ansätze zur Anwendung. Ebenfalls häufig wird in unserer Praxis nach dem Ansatz der Neurofunktionellen Reorganisation nach Padovan gearbeitet. Dieser wird für alle Altersgruppen angeboten.

Unsere Therapieangebote richten sich an Kinder mit: 

  • Spracherwerbsstörungen (Sprachverständnis, Wortschatz, Grammatik und Aussprache)

  • Redeflusstörungen (Stottern, Poltern)

  • Mutismus

  • Stimmstörungen

  • Lippen-Kiefer-Gaumenspalten

  • Fütter- und Essstörungen in der frühen Kindheit

  • Schriftspracherwerbsstörungen

  • Dyskalkulie

Die Therapie findet normalerweise ein- bis zweimal wöchentlich statt. Je nach Schweregrad der Sprachstörung übernimmt das Amt für Sonderpädagogik die Therapie- und auch die Abklärungskosten. 

 
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Beratung

Eine Beratung kann die logopädische Therapie ergänzen oder ersetzen. In Elternberatungen können Beziehungs-, Kommunikations- und Erziehungsverhalten reflektiert werden. Neben Gesprächen kommen verschiedene Ansätze wie beispielsweise Marte Meo zum Einsatz. 

Auch mit dem Kind sind intervallmässige Beratungssitzungen im Sinne eines Coachings möglich.

Logopädische Beratungsstunden werden gegebenenfalls vom Amt für Sonderpädagogik finanziert.